Einkaufen in Schweden

20.06.2026

Auch beim Einkaufen gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden. Während in Deutschland Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi oder Lidl das Straßenbild prägen, dominieren in Schweden vor allem ICA, Coop, Willys und Hemköp.

Besonders ICA ist in ganz Schweden vertreten und oft die einzige Einkaufsmöglichkeit in kleineren Orten. Willys gilt als günstiger Discounter und wird häufig mit Aldi oder Lidl in Deutschland verglichen. Coop und Hemköp bieten ein breites Sortiment an Lebensmitteln und Alltagsprodukten an.
Es gibt hier bei uns in der Nähe auch einen Lidl. Ab und zu fährt man gern mal dahin, weil man da manchmal auch altbekannte deutsche Produkte kaufen kann. 

Wer nach Schweden zieht, stellt außerdem fest, dass die Lebensmittelpreise oft höher sind als in Deutschland. Dafür sind die Supermärkte meist großzügig gestaltet und bieten viele schwedische Spezialitäten an, die man in Deutschland nur selten findet.

Öffnungszeiten

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland sind die Öffnungszeiten der Supermärkte. Viele Supermärkte haben sehr lange geöffnet, oft von 7 bis 22 Uhr oder sogar bis 23 Uhr – auch sonntags. Viele Geschäfte haben in Schweden sieben Tage pro Woche geöffnet und schließen oft erst am späten Abend. Einkaufen am Sonntag ist ganz selbstverständlich. Dadurch sind die Einkaufsmöglichkeiten deutlich flexibler als in Deutschland. Nur an einigen wichtigen Feiertagen gelten verkürzte Öffnungszeiten. Mir fällt nur gerade kein Tag ein, an dem die Lebensmittelgeschäfte den ganzen Tag wirklich geschlossen sind. 

Selbstbedienungskassen

In Schweden sind Selbstbedienungskassen sehr verbreitet. Viele Menschen scannen ihre Einkäufe selbst und bezahlen ohne Kassierer.

Kundenkarten

Fast jeder Schwede hat Kundenkarten oder Apps von ICA, Coop oder Willys. Ohne Kundenkarte sind viele Angebote deutlich teurer. Das überrascht viele deutsche Besucher. Kundenkarten lohnen sich deshalb. Aber man bekommt die nur mit einer
ID -Kort. 

Pfandsystem

Das schwedische Pfandsystem (Pant) funktioniert sehr gut. Fast alle Dosen und Plastikflaschen werden zurückgebracht und recycelt. Die Pfandautomaten stehen direkt im Supermarkt. 
Ein Unterschied betrifft den Getränkeverkauf. In Schweden gibt es keine speziellen Getränkemärkte wie in Deutschland. Mineralwasser, Softdrinks und andere Getränke werden direkt im Supermarkt gekauft.

Da das schwedische Leitungswasser von sehr guter Qualität ist, trinken viele Menschen Wasser direkt aus dem Hahn. Große Wasserkisten, wie man sie aus Deutschland kennt, sind daher deutlich seltener. Wer nach Schweden zieht, muss sich oft erst daran gewöhnen, dass Getränkeeinkäufe anders organisiert sind als in Deutschland.
Ich glaube fast jeder Haushalt verfügt über einen Sodastream (oder Ähnliches) . 

Alkohol nur im Systembolaget 

Ein weiterer großer Unterschied ist der Alkoholverkauf. Bier mit niedrigem Alkoholgehalt gibt es im Supermarkt, stärkere alkoholische Getränke jedoch nur im staatlichen Geschäft Systembolaget. Das ist tatsächlich zunächst etwas ungewohnt. Wir waren noch nicht so oft dort und deshalb ist es auch für uns immernoch etwas Neues.

Obst und Gemüse

Das Angebot ist oft etwas kleiner als in großen deutschen Supermärkten. Dafür wird stärker auf saisonale Produkte geachtet.

Süßigkeiten

Die berühmte schwedische Tradition des Lördagsgodis (Samstagsnaschen) ist überall sichtbar. In vielen Supermärkten gibt es große Regale oder ganze Abteilungen mit losem Süßigkeiten-Mix, den man selbst zusammenstellen kann. Und ich kann euch sagen, die Schwedischen Kinder dürfen wirklich nur am Ssmstag naschen. 




24/7 geöffnet
24/7 geöffnet

Eine neue Entwicklung in Schweden sind sogenannte Selbstbedienungsläden, die rund um die Uhr geöffnet haben. Die Kundinnen und Kunden betreten den Laden per App oder digitaler Identifikation, wählen ihre Waren aus und bezahlen selbstständig. Personal ist meist nicht vor Ort.

Diese Geschäfte ermöglichen auch Menschen in kleineren Orten den Einkauf von Lebensmitteln und Alltagsprodukten, selbst wenn kein großer Supermarkt in der Nähe ist. Solche modernen Einkaufskonzepte werden in Schweden zunehmend verbreitet.

Im moment gibt es ca. 200 Stck in ganz Schweden.
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