Typisch schwedisch? Von wegen! 🇩🇪🇸🇪
🇸🇪 Schwedeneisbecher 🍨

Wusstest du, dass es den Schwedeneisbecher in Schweden praktisch gar nicht gibt? Die beliebte Kombination aus Vanilleeis, Apfelmus, Eierlikör und Sahne stammt aus der DDR. Der Name geht vermutlich auf eine Geschichte aus dem Jahr 1952 zurück. Viele Schweden schauen einen heute erstaunt an, wenn man nach einem Schwedeneisbecher fragt.
🇸🇪 Schwedische Gardinen 🚔
Wenn jemand "hinter schwedischen Gardinen sitzt", bedeutet das umgangssprachlich, dass er im Gefängnis ist.
Doch was haben die Gardinen mit Schweden zu tun?
Der Ausdruck entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals galt schwedischer Stahl als besonders hochwertig, stabil und langlebig. Da Gefängnisgitter oft aus diesem robusten Stahl gefertigt wurden, bekamen sie scherzhaft den Namen "schwedische Gardinen".
Mit echten Gardinen oder Schweden selbst hat die Redewendung also eigentlich nichts zu tun – sie erinnert lediglich an den guten Ruf des schwedischen Stahls.
"Alter Schwede!" – woher kommt dieser Ausdruck? 😲
"Alter Schwede!" ist ein typischer deutscher Ausruf. Man verwendet ihn, wenn man überrascht, beeindruckt oder erstaunt ist.
Doch was hat das eigentlich mit Schweden zu tun?
Die Redewendung geht vermutlich auf das 17. Jahrhundert zurück. Während des Dreißigjährigen Krieges kämpften schwedische Truppen unter König Gustav II. Adolf. Nach dem Krieg blieben einige erfahrene Soldaten in Brandenburg und Berlin. Wegen ihrer militärischen Erfahrung und ihres Ansehens wurden sie respektvoll "alte Schweden" genannt.
Mit der Zeit entwickelte sich daraus der Ausruf "Alter Schwede!", den wir bis heute verwenden – obwohl die meisten dabei gar nicht mehr an Schweden denken.
🇸🇪 Wusstest du das?
In Schweden kennt man diesen deutschen Ausdruck übrigens nicht. Wenn du dort "Alter Schwede!" sagst, werden dich die meisten wahrscheinlich fragend ansehen.
Schwedenrätsel – warum heißt das eigentlich so?
Das Schwedenrätsel kennt in Deutschland fast jeder. Es ist die beliebteste Form des Kreuzworträtsels und steht in vielen Zeitungen und Rätselheften.
Aber was ist daran schwedisch?
Der Name kommt tatsächlich daher, dass diese Art von Rätsel ursprünglich aus Schweden stammt. Anders als beim klassischen Kreuzworträtsel stehen die Fragen nicht außerhalb des Gitters, sondern direkt in den Kästchen. Kleine Pfeile zeigen an, in welche Richtung das Lösungswort eingetragen werden muss.
Dieses praktische System wurde später auch in Deutschland übernommen und ist heute aus vielen Zeitungen kaum noch wegzudenken.
